13.01.2020

„Die Kurse von proviel haben mir viel gebracht!“

Einblicke in unsere Arbeitswelt!; Lebensmitteleinzelhandel am Eckbusch

Nimet Ertas schätzt Ruhe. Wenn es laut wird oder hektisch, fühlt sie sich schnell unwohl. Selbst in den Werkstätten von proviel war es ihr manchmal zu lebhaft. Im CAP-Frischemarkt hingegen arbeitet sie gerne: „Hier ist es insgesamt leiser.“ Oft trägt sie auch für Kunden die Einkäufe nach Hause – viele Kunden wohnen in den umliegenden Hochhäusern. „Es macht Spaß, den Kunden zu helfen“, findet die 25-Jährige. Und die meist älteren Herrschaften sind natürlich froh und dankbar über diese Hilfe.

Schon während ihrer Schulzeit hatte Nimet Ertas ein Praktikum im Drogeriemarkt gemacht. Wegen ihrer Krankheit konnte sie jedoch nicht sofort in eine Ausbildung starten. Stattdessen begann sie erst mit einer Maßnahme und kam dann im Dezember 2017 zu proviel.

Dort nutzte sie ihre Zeit und besuchte verschiedenste Kurse. „Die Kurse von proviel machen immer sehr viel Spaß!“ Sie trainierte ihre Rechen-Kenntnisse, ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Sozialkompetenz. „Dort habe ich zum Beispiel gelernt, wie man sich in Konflikten verhält“, erzählt Nimet Ertas. „Das hat mir viel gebracht.“ Auch am Literaturkurs nahm sie teil.

Als sie vom CAP-Markt hörte, entschloss sie sich sofort für ein Praktikum dort. Inzwischen kennt sie sich in den meisten Bereichen aus und kann auch die Kunden gut beraten, wenn sie Fragen haben. Besonders gerne arbeitet sie an der Obst- und Gemüsetheke. Nimet Ertas schneidet Möhren, Sellerie und Porree für die Päckchen mit Suppengemüse oder schält und zerteilt Ananas in mundgerechte Häppchen. Ganz zuverlässig kommt sie jeden Morgen pünktlich zur Arbeit, selbst wenn die Umstände einmal nicht perfekt sind.