09.12.2019

„Bei proviel kann ich mich weiterentwickeln“

Einblicke in unsere Arbeitswelt!; Lebensmitteleinzelhandel am Eckbusch

Sorgfältig nimmt Peter Heinbeck eine Wurstpackung nach der anderen in die Hand und kontrolliert das Mindesthaltbarkeitsdatum. „Ich bin sehr froh, Arbeit zu haben“, betont er und stellt die länger haltbaren Packungen nach hinten. Seit zwei Jahren arbeitet der 54-Jährige im CAP-Frischemarkt am Eckbusch und freut sich, wenn er dort nach und nach immer mehr Kunden kennt. Freundlich hilft er ihnen, wenn sie nach der Margarine suchen oder nach den Mandelstiften.

Ursprünglich einmal hatte er nach der Höheren Handelsschule eine kaufmännische Ausbildung absolviert und bekam dann eine Stelle bei der Wuppertaler Kirchenverwaltung. „Ich war für die Post zuständig, habe sie zu den Gemeindeämtern gebracht“, erzählt Peter Heinbeck. Anfangs fühlte er sich dort sehr wohl, doch durch die Krankheit wurde die berufliche Situation immer schwieriger. 2013 wechselte er deshalb zu proviel. „Bei proviel kann ich mich weiterentwickeln“, lobt er. Peter Heinbeck schätzt den geschützten Raum, aber auch die Hilfe durch das Betreute Wohnen. „Es ist nämlich ganz schön anstrengend, alleine zu wohnen.“

In der proviel-Werkstatt montierte er in den ersten Monaten Schalter und Drähte; doch die Tätigkeit im CAP-Markt gefällt ihm besser: „Das hier ist so ein Zwischenstück zwischen Werkstatt und freier Wirtschaft, und hier ist mehr los.“ Durch den Einzelhandel-Vorbereitungskurs bei proviel fühlte er sich von Anfang an gut gewappnet für diese Arbeit.

Auch in seiner Freizeit ist Peter Heinbeck sehr aktiv: Im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) malt er in der Kreativgruppe und singt im Chor. Bei proviel hat er an der Farbmühle einen Fotokurs belegt. „Ich fotografiere gerne Weihnachtsmärkte oder Dekorationen“, sagt Peter Heinbeck. „Am liebsten Buntes!“ Auch bei einem Besuch im Europapark in Rust schoss er eifrig Fotos. Im Februar fährt der provieler nach Villingen, um dort mit einem Freund Skispringen live anzusehen. Außerdem trifft er sich ab und zu mit einem Freund und kocht gemeinsam oder guckt Fußball im Fernsehen.